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Trauer um verstorbenes Kaninchen? Hilfreiche Tipps für dich und dein Kind

1. Sept.
11 Min. Lesezeit
Verstorbenes Kaninchen, um das intensiv getrauert wird

Wenn dein Kaninchen gestorben ist, bleibt oft eine große Leere zurück. Sowohl für dich, aber auch für Kinder kann der Verlust des ersten Haustieres ein einschneidendes Erlebnis sein. Die Trauer um Kaninchen wird oft kleingeredet... hier nicht! In diesem Artikel erfährst du, was du jetzt ganz konkret tun kannst.


Beitrag von Sonja Störmer

Zertifizierte Sterbe- und Trauerbegleiterin

Spezialisiert auf Tiertrauer

Bekannt aus STERN und SPIEGEL


INHALT


Wenn ein geliebtes Kaninchen stirbt, ist das eine tiefe und schmerzhafte Erfahrung, die oft unterschätzt wird. Kaninchen sind mehr als "nur" Tiere – für viele von uns sind sie Familienmitglieder und für viele Kinder der erste Kontakt mit der Verantwortung für ein Lebewesen.


In diesem Artikel möchte ich dich oder auch dein Kind durch die Trauer um dein Kaninchen begleiten.


Gemeinsam schauen wir:


  • warum die Trauer so tief geht,


  • wie du mit dem Schmerz umgehen kannst,


  • und wie du besonders Kindern in dieser Situation helfen kannst, die ersten Schritte durch die Trauer zu gehen.



Warum tut die Trauer um ein Kaninchen so weh?


Oft sagen Menschen, dass man die Trauer um einen Hund oder eine Katze ja noch irgendwie nachvollziehen könne, nicht aber um ein Kaninchen.


Ich sage dir: Das ist der größte Quatsch! Unsere Trauer ist genau so tief, wie unsere Bindung es war.


Wenn es dir also gerade in der Trauer um dein Kaninchen buchstäblich das Herz zerreißt, dann lass mich dir sagen: Du bist völlig normal.


Die besondere Bindung zu Kaninchen


Kaninchen erfordern viel Pflege und Aufmerksamkeit. Ob Füttern, Stall säubern oder gemeinsames Spielen und Kuscheln – die tägliche Fürsorge schafft eine tiefe Bindung.


Es ist all diese tägliche Nähe, die den Verlust so schmerzhaft macht: Ein Teil unserer täglichen Routine und ein unglaublich vertrautes Lebewesen fehlt plötzlich.


Ein Kaninchen mit seiner verspielten, liebevollen und neugierigen Art hat die Fähigkeit, jeden Tag ein Stück heller zu machen. Wenn das im Alltag auf einmal alles wegfällt, bleibt eine große Leere zurück.



Zwei Kaninchen als Symbolbild für die tiefe Trauer, wenn eines stirbt

„Es war doch nur ein Kaninchen“ – wenn dir deine Trauer abgesprochen wird


Bei kaum einem Tier höre ich diesen Satz so oft wie beim Kaninchen.


Verlieren wir einen Hund oder eine Katze, hören wir solche Aussagen leider auch ab und an. Aber bei einem Kaninchen? Da ist das der Regelfall.


„Das war doch nur ein Kaninchen.“ „Holst du dir halt ein neues, die kosten ja nichts.“ „Du hast doch noch das andere.“


Dafür gibt es einen Namen: aberkannte Trauer. Das ist Trauer, der das Umfeld die Berechtigung abspricht. Sie verschwindet dadurch nicht. Sie wird nur einsamer.


Und genau das macht sie so schwer. Du trauerst nicht nur um dein Kaninchen. Du trauerst zusätzlich alleine, weil du merkst, dass du damit besser nicht ankommst. Also erzählst du es nicht mehr. Du weinst im Auto statt im Büro. Du sagst „ganz okay“, wenn dich jemand fragt.


💛 Die Größe eines Tieres sagt nichts über die Größe der Lücke, die es hinterlässt.


Dein Kaninchen war jeden Tag da. Es hat dich genau gekannt. Es ist auf dich zugekommen, wenn du in den Raum kamst. Es hatte Vorlieben, Macken, seine eigene Art, dich anzuschauen.


Dein Schmerz ist real und vollkommen berechtigt.


Deine Liebe zu deinem Kaninchen war einzigartig, und niemand außer dir kann sie wirklich nachempfinden.

Lass dich nicht von unbedachten Kommentaren verunsichern. Trauer ist kein Wettbewerb, und die Bedeutung, die dein Kaninchen in deinem Leben hatte, bestimmt die Tiefe deines Schmerzes.

Wenn dein Umfeld dir gerade wenig Halt gibt, findest du mehr dazu in meinem Artikel wenn niemand deine Trauer um dein Tier versteht, und in den größten Mythen über die Trauer um Haustiere.



Wie sich die Trauer um dein Kaninchen auch körperlich zeigt


Trauer bleibt selten ein Gefühl im Kopf. Sie sitzt auch im Körper.


In meiner Trauerbegleitung höre ich immer wieder dieselben Dinge, und vielleicht kennst du das eine oder andere davon:

  • ein Engegefühl in der Brust, das morgens schon da ist, bevor du überhaupt wach bist

  • Schlafstörungen – besonders abends, zu der Zeit, in der du sonst den Stall sauber gemacht oder frisches Heu nachgelegt hast

  • eine Erschöpfung, gegen die kein Schlaf hilft

  • kein Appetit – oder genau das Gegenteil

  • Schreckhaftigkeit: Irgendwo raschelt etwas, und für den Bruchteil einer Sekunde ist alles wie vorher


Dieses Rascheln ist etwas, das mir Kanincheneltern besonders oft erzählen. Kaninchen machen kaum Geräusche. Kein Bellen, kein Maunzen. Was du gehört hast, war das Schaben im Stroh, das leise Mahlen beim Fressen, das Klopfen, wenn etwas nicht geheuer war. Und weil diese Geräusche so leise waren, fällt ihr Fehlen umso lauter auf.


Die Stille nach dem Tod eines Kaninchens ist eine andere Stille als vorher.


Wenn du das gerade an dir merkst: Das ist keine Überreaktion, und du bildest dir nichts ein. Dein Körper zeigt dir, wie eng die Verbindung war.



Wenn dein Kaninchen plötzlich gestorben ist

Viele Kaninchen sterben, ohne dass vorher etwas Deutliches zu sehen war. Du gehst morgens zum Stall wie an jedem anderen Morgen – und dann liegt dein Kaninchen da.


Das hat einen Grund, und der ist wichtig für dich: Kaninchen sind Fluchttiere. In der Natur wäre ein Tier, das seine Schwäche zeigt, als Erstes dran. Also zeigen sie sie nicht.


Sie fressen weiter, sitzen aufrecht, machen alles so, wie sie es immer machen – bis es nicht mehr geht. Dieses Verstecken ist kein Zufall und kein Einzelfall. Es steckt tief in ihnen drin.

Und trotzdem kommt danach fast immer derselbe Satz: „Ich hätte es doch merken müssen.“


Ich nenne das in meiner Arbeit den Rückblick-Irrtum. Wenn du heute zurückschaust, wirkt plötzlich alles eindeutig: dass sie am Dienstag weniger gefressen hat. Dass sie sich mehr zurückgezogen hat. Dass sie beim Streicheln anders reagiert hat. Im Rückblick fügt sich das zu einer klaren Kette zusammen. Aber am Dienstag war da keine Kette.


Da war ein Kaninchen, das ein bisschen weniger gefressen hat, so wie schon hundert Mal davor. Du hast nicht weggeschaut. Du konntest es nicht sehen, weil dein Kaninchen alles dafür getan hat, dass niemand es sieht.


💛 Dein Kaninchen hat sein Leiden versteckt. Das war seine Natur, nicht dein Versäumnis.


Wenn dich diese Schuldgefühle nicht loslassen, findest du in meinem Artikel über Schuldgefühle nach dem Tod eines geliebten Tieres noch mehr dazu – die Gedankenschleifen laufen bei Kaninchen fast genauso ab wie bei Katzen.


Das Kaninchen, das übrig bleibt

Kaninchen leben zu zweit oder in der Gruppe. Wenn eines stirbt, stirbt nicht nur dein Tier – es bleibt auch eines zurück. Und dieses Kaninchen trauert.


Vielleicht siehst du es gerade: Es frisst weniger. Es sitzt an der Stelle, an der die beiden immer zusammen lagen. Es sucht. Es putzt sich nicht mehr richtig. Manche Kaninchen werden auffallend still, andere plötzlich unruhig und laufen den Stall ab.


Viele Kaninchenhalterinnen nehmen sich Zeit, damit das überlebende Tier von seinem Partner Abschied nehmen kann – es also noch einmal zu ihm lässt, damit es begreift, dass er nicht einfach verschwunden ist. Ob das für euch passt, entscheidest du. Viele erleben, dass es dem zurückgebliebenen Tier hilft.


Und dann kommt etwas dazu, das ich bei keiner anderen Tierart so oft erlebe wie bei Kaninchen: Du musst mitten in deiner eigenen frischen Trauer eine Entscheidung treffen.


Ein Kaninchen sollte nicht alleine leben. Also stehst du plötzlich vor der Frage nach einem neuen Tier – und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.


Das ist eine doppelte Last. Du trauerst. Und gleichzeitig drängt der Alltag auf eine Entscheidung, für die du innerlich überhaupt keinen Platz hast.


Ich sage dir dazu zwei Dinge.

Erstens: Ein neues Kaninchen für dein übriggebliebenes Tier ist kein Ersatz für das gestorbene. Es ist eine Versorgung für ein Lebewesen, das gerade alleine ist. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.


Zweitens: Du darfst dabei traurig sein. Du musst dich nicht freuen. Wenn du ein neues Kaninchen dazuholst und dabei weinst, ist das kein Widerspruch, sondern ganz normal.


💬 Nimm dir jetzt einen Moment: Wenn du an ein neues Kaninchen denkst – wofür entscheidest du dich da gerade? Für dich? Oder für dein Tier, das nicht alleine bleiben soll? Beides ist in Ordnung. Es hilft nur, es auseinanderzuhalten.


Mehr zu dieser Frage – und warum das schlechte Gewissen dabei so stark wird – findest du in meinen Gedanken zum richtigen Zeitpunkt für ein neues Tier nach dem Tod des vorherigen.


Kaninchen gestorben - wie erkläre ich es meinem Kind?


Für viele Kinder ist ein Kaninchen das erste eigene Haustier – und damit oft auch ihre erste Begegnung mit Verantwortung, Fürsorge und schließlich dem Verlust eines geliebten Lebewesens. Der Tod des Kaninchens bringt viele Fragen und Gefühle mit sich.


Kind schmust mit seinem verstorbenen Kaninchen

Wie erkläre ich meinem Kind den Verlust?


  • Ehrlichkeit und Klarheit: 

    Verwende einfache Worte, um deinem Kind zu erklären, dass das Kaninchen gestorben ist und nicht zurückkommt. Begriffe wie „eingeschlafen“ können missverstanden werden und Ängste auslösen.


  • Geduldig auf Fragen eingehen: 

    Kinder benötigen oft Zeit, um den Verlust zu begreifen. Wiederholte Fragen sind völlig normal.


  • Emotionen zeigen: Es ist wichtig, dass dein Kind sieht, dass auch Erwachsene trauern dürfen. So lernt es, dass Gefühle wie Traurigkeit und Schmerz normal sind und auch einfach zum Leben dazugehören.


💡 Lies auch meinen ausführlichen Artikel zur altersgerechten Kommunikation und dem Umgang mit Kindern, die um Haustiere trauern​.



Rituale für Kinder


Rituale können Kindern sehr helfen, mit der Trauer umzugehen.


Hier einige konkrete Ideen:


  1. Eine kleine Abschiedsfeier: 

    Begrabt das Kaninchen gemeinsam oder halte eine kleine Zeremonie ab, bei der jeder etwas Liebevolles über das Tier sagt oder eine schöne Erinnerung teilt.


  2. Ein Erinnerungsalbum gestalten: 

    Gemeinsam mit deinem Kind kannst du Fotos, Geschichten und Zeichnungen sammeln, um eure schönsten Momente mit dem Kaninchen festzuhalten.


  3. Ein Brief an das Kaninchen: 

    Lass dein Kind einen Abschiedsbrief schreiben, in dem es all das mitteilen kann, was ihm wichtig ist. Wenn es noch nicht schreiben kann, kann es dir den Text ja einfach diktieren! Wichtig ist, dass es sich alles von der Seele sprechen und dem Kaninchen gute Wünsche mitgeben kann.


Ein Erinnerungsfoto eines Kindes mit seinem geliebten Kaninchen


Akut-Tipps: Die ersten Tage nach dem Verlust deines Kaninchens


Die ersten Tage nach dem Verlust sind oft von einem tiefen Gefühl der Leere geprägt.


Hier sind 5 Akut-Tipps, die dir helfen können:


  1. Lass deine Gefühle zu


    Es ist völlig in Ordnung, zu weinen, wütend zu sein oder sich zurückzuziehen. Der Schmerz ist ein Ausdruck deiner Liebe zu deinem Kaninchen.


  2. Sprich über dein Kaninchen


    Teile deine schönsten Erinnerungen mit Freunden oder Familie. Das hilft, den Schmerz zu verarbeiten und das Andenken lebendig zu halten.


  3. Rituale schaffen


    Zünde eine Kerze an, lege einen besonderen Platz für Erinnerungsstücke an oder schreibe deine Gedanken in ein Tagebuch.


  4. Sei sanft zu dir selbst


    Erwarte nicht, dass du sofort „funktionieren“ kannst oder musst. Gönn dir bewusst Pausen und Zeit für dich.


  5. Unterstützung


    Sprich mit Menschen, die ähnliche Verluste erlebt haben. Trauergruppen oder Online-Communities können dir Trost spenden.





Eine Frau trauert um ihr verstorbenes Kaninchen

Langfristige Strategien zur Trauerbewältigung


Trauer braucht Zeit, und sie verläuft bei jedem Menschen anders. Und das ist vollkommen okay.


Hier sind 5 Wege, die dir langfristig helfen können:


  1. Erinnerungen bewahren


    Gestalte eine Gedenkstätte, pflanze einen Baum oder schaffe eine Erinnerungsbox mit Fotos und Lieblingsspielzeugen.


  2. Selbstfürsorge


    Achte auf dich. Nimm dir Auszeiten, bewege dich an der frischen Luft und tue Dinge, die dir gut tun.


  3. Gemeinschaft suchen


    Tausche dich mit anderen Tiereltern aus, die ebenfalls einen Verlust erlebt haben. Du bist nicht allein!


  4. Neue Routinen finden


    Fülle die Lücke im Alltag mit neuen Aktivitäten oder Hobbys. Das bedeutet nicht, dein Kaninchen zu „ersetzen“, sondern deinen Alltag neu zu gestalten.


  5. Kinder stärken


    Begleite dein Kind weiterhin bewusst in seiner Trauer. Gemeinsam könnt ihr Erinnerungen lebendig halten und über den Verlust sprechen.


Kaninchen als erster Kontakt mit Kindern zum Thema Sterben und Tod

💡In meinem großen Ratgeber zur Bewältigung deiner Trauer um ein geliebtes Tier findest du viele weitere hilfreiche Tipps und Rituale.


Fazit


Der Verlust deines Kaninchens tut unendlich weh, und das darf er auch. Schließlich war dein Kaninchen nicht „nur“ ein Haustier – es war ein geliebtes Familienmitglied, ein treuer Begleiter und ein wichtiger Teil deines Alltags.


Auch für dein Kind kann dieser Verlust besonders schwer sein. Es war vielleicht das erste eigene Haustier, ein treuer Freund und ein stiller Zuhörer, der immer da war.


Hilf deinem Kind, diese Gefühle zuzulassen und gemeinsam mit dir Erinnerungen zu bewahren, die euch beide trösten können.


Auch wenn der Schmerz jetzt groß ist, zeigt er euch doch eines: wie tief die Verbindung war, die ihr mit eurem Kaninchen geteilt habt.


Diese Verbindung bleibt.


Sie zeigt sich in all den schönen Erinnerungen – an die abendlichen Schmusestunden oder kleinen Eigenheiten, die euer Kaninchen so besonders gemacht haben.


Lass dir Zeit, zu trauern. Und erlaube dir, alle Gefühle zu spüren, die jetzt hochkommen.


Mit der Zeit werden die Erinnerungen an eure gemeinsame Zeit nicht mehr nur schmerzen, sondern dir oder auch deinem Kind Trost schenken können.



Deine

Signatur von Sonja Störmer, die Menschen dabei hilft, den Verlust ihres Haustieres zu verarbeiten






 

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Trauer um ein Kaninchen



Wie lange dauert die Trauer um ein Kaninchen?


Die Dauer der Trauer ist individuell und hängt von deiner persönlichen Bindung zu deinem Kaninchen ab. Für einige Menschen kann der Schmerz nach einigen Wochen leichter werden, während andere Monate oder länger benötigen, um mit dem Verlust umzugehen. Es ist wichtig, dir die Zeit zu nehmen, die du brauchst, und deine Gefühle zuzulassen​​. Schau auch gern hier hinein: Wie lange dauert Trauer um ein Haustier? Was "normal" ist -Und was dir jetzt Halt gibt!


Was tun, wenn mein Kaninchen plötzlich gestorben ist?


Ein plötzlicher Verlust kann besonders schockierend sein. Schaffe dir einen Moment der Ruhe, um dich zu sammeln. Es kann hilfreich sein, dein Kaninchen würdevoll zu verabschieden, z. B. durch ein kleines Ritual. Teile deine Gefühle mit vertrauten Menschen und gib dir Zeit, um den Schock zu verarbeiten​​.


Wie kann ich mein Kind auf den Tod eines Kaninchens vorbereiten?


Bereite dein Kind altersgerecht auf den Verlust vor. Nutze klare und ehrliche Worte, z. B.: „Das Kaninchen ist sehr alt/krank, sein Körper hat keine Kraft mehr und es wird bald sterben.“ Rituale wie das gemeinsame Anlegen eines Erinnerungsalbums oder eine Abschiedsfeier können deinem Kind helfen, den Verlust besser zu verstehen und zu verarbeiten​.


Ist es normal, so stark um ein Kaninchen zu trauern?


Absolut! Kaninchen sind oft mehr als nur Haustiere – sie sind Freunde und Familienmitglieder. Deine Trauer zeigt, wie stark eure Bindung war. Lass dir von niemandem einreden, dass dein Schmerz „übertrieben“ sei. Jede Trauer ist individuell und vollkommen berechtigt​​.


Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein neues Kaninchen?


Das hängt von deinem Gefühl ab. Es ist wichtig, zuerst den Verlust deines Kaninchens zu verarbeiten, bevor du ein neues Tier in dein Leben lässt. Frage dich: Bin ich bereit, mich emotional auf ein neues Tier einzulassen? Ein neuer tierischer Begleiter kann Trost spenden, sollte jedoch nicht als Ersatz angesehen werden​​.


Mein Kaninchen ist plötzlich gestorben, ohne Anzeichen. Habe ich etwas übersehen?


Sehr wahrscheinlich nicht. Kaninchen sind Fluchttiere und verstecken Schwäche, so lange sie können – das ist ihre Natur und nicht dein Versäumnis. Im Rückblick wirken kleine Veränderungen eindeutig, die vorher völlig normal aussahen.


Mein zweites Kaninchen frisst nicht mehr, seit der Partner tot ist. Trauert es?


Kaninchen reagieren deutlich auf den Verlust ihres Partnertiers: weniger fressen, sich zurückziehen, den alten Liegeplatz aufsuchen. Wenn dein Kaninchen länger nicht frisst, gehört das in tierärztliche Hände – bei Kaninchen ist Fressunlust immer ernst zu nehmen.


Muss ich sofort ein neues Kaninchen dazuholen?


Kaninchen sollten nicht alleine leben, deshalb stellt sich diese Frage bei ihnen schneller als bei anderen Tieren. Das ist eine Entscheidung für dein zurückgebliebenes Tier – und keine Aussage darüber, ob du fertig getrauert hast. Mehr dazu in meinen Gedanken zum richtigen Zeitpunkt für ein neues Tier.


Darf ich mein Kaninchen im Garten begraben?


In vielen Fällen ja, es gibt aber Regeln dafür. Was erlaubt ist und welche Möglichkeiten du sonst hast, habe ich in meinem Artikel über Tierbestattung und das Begraben im eigenen Garten zusammengetragen.


Ist es normal, dass mich der Tod meines Kaninchens mehr mitnimmt als erwartet?


Ja. Wie stark die Trauer wird, hängt an der Bindung, nicht an der Größe oder der Art des Tieres. Wie lange das dauern darf, liest du in meinem Artikel darüber, wie lange Trauer um ein Haustier normal ist.


Mein Kind gibt sich die Schuld am Tod unseres Kaninchens. Was mache ich?


Kinder suchen nach Erklärungen und finden sie oft bei sich selbst („Ich habe vergessen, ihn rauszulassen“). Nimm den Gedanken ernst, statt ihn wegzuwischen, und erkläre altersgerecht, woran das Kaninchen tatsächlich gestorben ist. Mehr dazu in meinem Artikel über Kinder und die Trauer um ein Haustier.


Das könnte dir jetzt auch helfen


Ob Kaninchen, Katze oder Hund: Trauer um Tiere ist echte Trauer, und genau darum geht es auf meiner Übersichtsseite.


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Frau hält auf Erinnerungsfoto ihren verstorbenen Hund im Arm als Zeichen der Liebe

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Janine Zed„Sonja hat mir sehr geholfen, meine Gefühle rund um die Trauer besser einordnen zu können und mir Wege gezeigt, insbesondere mit meinen Schuldgefühlen besser umzugehen. Wir hatten direkt einen sehr guten Draht zueinander und ich habe mich jederzeit sehr gut bei ihr aufgehoben gefühlt. Die Sitzungen waren in einer sehr angenehmen Atmosphäre und hatten schon fast einen therapeutischen Charakter. Ich kann Sonja wirklich von Herzen jedem empfehlen und würde bei Bedarf jederzeit wieder eine Sitzung buchen. Die Investition hat sich für mich allemal gelohnt.“
Leonie Are„Nach dem Tod meines Hundes hat mir Sonja sehr weiter geholfen, mit der Lücke im Leben umzugehen, und auch einzuordnen, dass der Verlust eines Haustieres für viele unglaubliche Trauer bedeutet. Das konnte ich auch in der von Sonja angebotenen Trauergruppe feststellen, in der wir als Gruppe von mehreren Betroffenen in einem vertraulichen Raum unsere Trauer teilen, was verbindet und stärkt. Dank ihrer Erfahrungen in der Trauerbegleitung und auch dank ihrer einfühlsamen und professionellen Art fühle ich mich immer sehr verstanden und geborgen. Danke Sonja! :)“
Sarah W.„Ich habe mich in der Online-Trauergruppe von der ersten Sekunde an sehr aufgehoben und wohl gefühlt. Sonja strahlt eine wahnsinnige Ruhe und Empathie aus, die sich direkt auf die Gruppe übertragen hat. Mir hat der Austausch mit anderen Trauernden sehr gut getan und auch wichtige Impulse für die weitere Verarbeitung gebracht. Ich kann sowohl die Gruppe als auch die Einzelsitzungen jeder trauernden Person nur wärmstens empfehlen. Vielen lieben Dank liebe Sonja!“
A. B.„Ich kann Sonja absolut weiterempfehlen. Sie hat mir geholfen, am Ende die richtige Entscheidung für mein Tier zu treffen, da sie sehr objektiv alle Kriterien diesbezüglich mit mir immer wieder durchgegangen ist (Ich habe mit einer Sterbebegleitung begonnen). Ebenso war sie eine große Stütze danach, als es darum ging, die Trauer zu verarbeiten. Beides betrachte ich als sehr wertvoll. Auch deshalb, da man zu den Ärzten noch einmal jemanden hat, der objektiv die Lage zusätzlich bewertet und den Weg klarer macht, sowohl in die Richtung, dass es für den letzten Schritt noch zu früh ist, als auch in diese, dass wohl die Zeit gekommen zu sein scheint. Für mich war es in dieser schweren Zeit essentiell, diese Hilfestellung zu haben, und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich erhielt, sowohl davor als auch danach.“
Andreas Leonhardt-Forberg„Sonja Störmer von Trauer um mein Tier hat eine fast magische Gabe, einen Raum entstehen zu lassen, in dem man sich ihr völlig öffnen kann. Frei von Vorurteilen, Konventionen, fast auch von Schmerz. Gespräche mit ihr sind therapeutischer Art! DANKE!“
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