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Trauer um deinen Hund kommt zurück? Warum es Monate später wieder so weh tut

Hund liegt alleine – symbolisch für die tiefe Trauer nach dem Verlust eines geliebten Haustieres

Ich begleite seit vielen Jahren Menschen, die ihren Hund verloren haben – und es gibt einen Moment, der viele völlig unvorbereitet trifft. Ein Moment, in dem sie denken: „Ich dachte, es wird besser… warum tut es denn jetzt wieder so weh?“


INHALT



Die zweite Trauerwelle, nachdem dein Hund gestorben ist






Vielleicht bist du genau dort gerade: Wochen oder Monate sind vergangen. Du hast funktioniert. Dich irgendwie zurück ins Leben bewegt.


Und dann…

kommt diese neue, riesige Welle an Schmerz. Plötzlich. Heftig. Unerwartet.


Und mit ihr die Frage:

👉 „Fange ich wieder von vorne an? Stimmt etwas nicht mit mir?"


In diesem Artikel möchte ich mit dir anschauen:


  • warum die Trauer um deinen Hund oft erst Monate später richtig intensiv wird,


  • weshalb sich diese zweite Welle manchmal noch schwerer anfühlt als am Anfang,


  • warum das kein Rückschritt ist – sondern ein wichtiger Teil deines Prozesses,


  • und wie du mit diesen plötzlichen Gefühlen umgehen kannst.



Wenn die Trauer um deinen Hund dich „wieder einholt“


Vielleicht kennst du das:


  • Du hast länger nicht geweint – und plötzlich bricht alles wieder auf

  • Ein Geruch, ein Ort, ein Moment trifft dich mitten ins Herz

  • Du dachtest, du bist „stabiler“ – und fühlst dich jetzt wieder ganz am Anfang


Und vielleicht kommt noch Selbstzweifel dazu:

  • „Warum geht es mir immer noch so schlecht?“

  • „Ich sollte doch langsam darüber hinweg sein…“

  • „Stimmt etwas nicht mit mir?“


Ich möchte, dass du einen Moment innehältst.


Denn das, was du gerade erlebst, ist kein Rückschritt.


Hund liegt auf dem Boden – stille Atmosphäre nach dem Verlust eines geliebten Hundes

Die zweite Trauerwelle, nachdem dein Hund gestorben ist


Trauer verläuft nicht linear.

Sie kommt in Wellen. Manchmal ruhig. Manchmal überwältigend.


Und oft gibt es genau diesen Punkt:

👉 Die zweite, tiefere Welle


Warum?

Weil am Anfang etwas anderes passiert.


Am Anfang: Dein System schützt dich

In den ersten Tagen und Wochen nach dem Verlust bist du oft im „Überlebensmodus“:

  • Du organisierst

  • Du funktionierst

  • Du hältst irgendwie durch


Viele Menschen fühlen sich in dieser Phase sogar wie betäubt. Das ist kein Zufall.


👉 Dein Nervensystem schützt dich vor der vollen Wucht.


Und dann kommt der Moment, in dem es dich wirklich erreicht

Erst später – wenn etwas mehr Ruhe einkehrt –beginnt dein System zu begreifen:

 „Er/sie ist wirklich nicht mehr da.“


Und genau dann wird die Trauer oft intensiver.

Tiefer. Ehrlicher. Ungefilterter.


Nicht, weil es schlimmer wird. Sondern weil du jetzt mehr fühlen kannst.


Warum die Trauer um deinen Hund sich jetzt oft unerträglich anfühlt


Das ist der Punkt, der viele verunsichert: „Warum ist es jetzt schlimmer als am Anfang?“


Hier sind drei ganz wichtige Gründe:


1. Die Realität ist angekommen

Am Anfang ist vieles noch „unwirklich“. Jetzt wird es endgültig.


2. Der Alltag kehrt zurück – aber dein Hund nicht

Die Welt läuft weiter.

Aber etwas ganz Entscheidendes fehlt, jeden Tag aufs Neue. Dieser Kontrast tut weh.


3. Die Unterstützung von außen wird weniger

Am Anfang fragen viele nach.

Später erwarten alle: „Jetzt müsste es doch langsam wieder gut sein…“

Und genau dann wird es oft besonders einsam.


Wenn du gerade merkst, dass genau das auf dich zutrifft…

Dann kann es unglaublich entlastend sein, jemanden an deiner Seite zu haben, der diese Phasen wirklich versteht.


Viele Menschen kommen genau an diesem Punkt zu mir –wenn die zweite Welle sie unerwartet trifft und sie nicht mehr wissen, wie sie damit umgehen sollen.



Hund im Wohnzimmer – nachdenklicher Blick, Symbol für Trauer um ein Haustier

Was dir jetzt in deiner Tiertrauer wirklich helfen kann


Und an der Stelle, ganz wichtig: Wir arbeiten nicht gegen die Trauer. Sondern mit ihr. Denn die Trauer ist da und will gefühlt werden. Und wir können uns auf den Kopf stellen, aber ihr (leider) längerfristig nicht entkommen. Also:


1. Hör auf, dich zu bewerten

Trauer kennt keinen Zeitplan. Es ist vollkommen okay und normal, dass du "immer noch" trauerst.


2. Erlaube dir die Schmerz-Welle

Nicht wegdrücken. Nicht kontrollieren müssen. Lasse sie zu. Dann wird es oft etwas sanfter, weil wir uns nicht mehr im Kampfmodus befinden.


3. Verstehe, was gerade passiert

Diese Phase bedeutet oft: Deine Verbindung zu deinem Tier wird gerade neu verarbeitet.


4. Hol dir Halt, wenn es zu viel wird

Du musst da nicht alleine durch.


🧡 Eine kleine Geschichte aus meiner Tiertrauer-Begleitung

Eine Klientin, die ihren Labrador Buddy verloren hat, sagte einmal zu mir:

„Die ersten Wochen habe ich einfach funktioniert. Aber dann, drei Monate später… da hat es mich komplett zerlegt. Ich wusste überhaupt nicht, wie es weitergehen soll.“

Sie dachte, etwas stimmt nicht mit ihr.


Heute weiß sie: Das war der Moment, in dem ihr Herz wirklich verstanden hat, was passiert ist. Und die Endgültigkeit des Verlusts verstanden hat.


Ist doch klar, dass uns das völlig umhaut! Geben wir uns also Zeit.


Und unserem Herzen... um in Ruhe zu heilen.


 Hund sitzt alleine im Garten – Symbolbild für die Erinnerung an einen verstorbenen Hund

Vielleicht spürst du beim Lesen gerade…

…dass da noch etwas in dir arbeitet. Etwas, das gesehen werden möchte. Nicht schnell „gelöst“. Und nicht weggemacht.


Sondern es geht darum, diesen Schmerz irgendwo halten zu können.


Denn genau das ist oft der Punkt bei dieser zweiten Trauerwelle: Sie kommt nicht nur plötzlich. Sie geht oft auch tiefer, als du erwartet hast.


Sie kann unser komplettes Leben auf den Kopf stellen. Unsere Werte, Prioritäten, Freundschaften. Sehr oft finden tiefe Umbrüche statt.


Viele Menschen sagen mir in dieser Phase:

„Ich habe niemanden, der das wirklich versteht.“ „Ich will mein Umfeld nicht schon wieder damit belasten.“„Ich funktioniere nach außen – aber innen bricht gerade alles wieder auf.“


Dieses Gefühl, mitten im Alltag zu stehen und nach außen hin super zu funktionieren –und innerlich trotzdem wieder ganz am Anfang zu sein.


Oder sich innerlich wie "abgestorben" zu fühlen...

👉 genau hier beginnt Begleitung.





Fazit


Vielleicht fühlt sich das alles gerade noch sehr viel an.


Diese Wellen an Schmerz. Diese Momente, in denen dich die Trauer plötzlich wieder einholt. Diese Fragen, auf die es keine schnellen Antworten gibt.

Und vielleicht hattest du gehofft,dass es mit der Zeit einfach leichter wird.


Doch stattdessen merkst du jetzt,wie tief diese Verbindung wirklich war.

Wie sehr dein Hund Teil deines Lebens war. Und noch immer ist.


Wichtig: Vielleicht darf genau das gerade da sein.


Nicht als etwas, das „weg muss“. Sondern als etwas, das gesehen werden möchte.

In deinem Tempo. Auf deine Weise.


Ich wünsche dir ganz viel Kraft in dieser Zeit, von Herzen.


Deine

Signatur von Tiertrauerbegleiterin Sonja Störmer und Gründerin von Trauer um mein Tier



Sonja Störmer, Gründerin von Trauer um mein Tier, begleitet Menschen, wenn ihr Haustier gestorben ist



FAQ: Häufige Fragen zur Trauer um deinen Hund


Warum wird die Trauer um meinen Hund Monate später wieder schlimmer?

Viele Menschen erleben genau das. Am Anfang schützt dich dein System oft noch vor der vollen Wucht des Verlustes. Erst mit etwas Abstand wird dir wirklich bewusst, was passiert ist – und genau dann kann die Trauer intensiver zurückkommen. Lies auch hier weiter: Trauer um geliebten Hund: 5 Dinge, die jetzt helfen – und langfristig stärken


Ist es normal, dass ich plötzlich wieder so stark trauere?

Ja. Trauer verläuft nicht linear, sondern in Wellen. Auch wenn es sich wie ein Rückschritt anfühlt, zeigt es oft, dass du gerade tiefer in deinen Prozess eintauchst.


Fange ich wieder von vorne an?

Nein. Auch wenn es sich so anfühlt – du bist nicht am Anfang, sondern an einem anderen Punkt deiner Trauer. Ein Punkt, an dem sich vieles neu sortiert und verarbeitet.


Warum fühlt sich die Trauer jetzt manchmal sogar schlimmer an als direkt nach dem Tod?

Weil die Realität jetzt klarer wird. Der Alltag läuft weiter – aber dein Hund fehlt weiterhin. Diese Diskrepanz wird oft erst mit der Zeit wirklich spürbar.


Was kann ich tun, wenn mich diese Welle völlig überrollt?

In solchen Momenten geht es oft nicht darum, die Trauer „wegzumachen“, sondern Halt zu finden. Manchmal hilft es, dir bewusst Raum zu geben – und manchmal auch, dir Unterstützung zu holen, wenn es sich allein zu schwer anfühlt. Lies gern auch hier weiter: Trauer um deinen Hund: 5 überraschende Dinge, die jetzt helfen können


Wie lange dauert die Trauer um einen Hund?

Darauf gibt es keine feste Antwort. Jeder Mensch trauert anders. Und oft verändert sich die Trauer im Laufe der Zeit – sie wird nicht einfach „weniger“, sondern einfach anders. Lies auch hier weiter: Wie lange dauert die Trauer um ein Haustier? Was "normal" ist -und was dir jetzt Halt gibt


Wenn du noch tiefer eintauchen möchtest:



 


   







 

 
 
 

Kommentare


Frau hält auf Erinnerungsfoto ihren verstorbenen Hund im Arm als Zeichen der Liebe

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★★★★★ 5.0 / 5 Sterne

Janine Zed„Sonja hat mir sehr geholfen, meine Gefühle rund um die Trauer besser einordnen zu können und mir Wege gezeigt, insbesondere mit meinen Schuldgefühlen besser umzugehen. Wir hatten direkt einen sehr guten Draht zueinander und ich habe mich jederzeit sehr gut bei ihr aufgehoben gefühlt. Die Sitzungen waren in einer sehr angenehmen Atmosphäre und hatten schon fast einen therapeutischen Charakter. Ich kann Sonja wirklich von Herzen jedem empfehlen und würde bei Bedarf jederzeit wieder eine Sitzung buchen. Die Investition hat sich für mich allemal gelohnt.“
Leonie Are„Nach dem Tod meines Hundes hat mir Sonja sehr weiter geholfen, mit der Lücke im Leben umzugehen, und auch einzuordnen, dass der Verlust eines Haustieres für viele unglaubliche Trauer bedeutet. Das konnte ich auch in der von Sonja angebotenen Trauergruppe feststellen, in der wir als Gruppe von mehreren Betroffenen in einem vertraulichen Raum unsere Trauer teilen, was verbindet und stärkt. Dank ihrer Erfahrungen in der Trauerbegleitung und auch dank ihrer einfühlsamen und professionellen Art fühle ich mich immer sehr verstanden und geborgen. Danke Sonja! :)“
Sarah W.„Ich habe mich in der Online-Trauergruppe von der ersten Sekunde an sehr aufgehoben und wohl gefühlt. Sonja strahlt eine wahnsinnige Ruhe und Empathie aus, die sich direkt auf die Gruppe übertragen hat. Mir hat der Austausch mit anderen Trauernden sehr gut getan und auch wichtige Impulse für die weitere Verarbeitung gebracht. Ich kann sowohl die Gruppe als auch die Einzelsitzungen jeder trauernden Person nur wärmstens empfehlen. Vielen lieben Dank liebe Sonja!“
A. B.„Ich kann Sonja absolut weiterempfehlen. Sie hat mir geholfen, am Ende die richtige Entscheidung für mein Tier zu treffen, da sie sehr objektiv alle Kriterien diesbezüglich mit mir immer wieder durchgegangen ist (Ich habe mit einer Sterbebegleitung begonnen). Ebenso war sie eine große Stütze danach, als es darum ging, die Trauer zu verarbeiten. Beides betrachte ich als sehr wertvoll. Auch deshalb, da man zu den Ärzten noch einmal jemanden hat, der objektiv die Lage zusätzlich bewertet und den Weg klarer macht, sowohl in die Richtung, dass es für den letzten Schritt noch zu früh ist, als auch in diese, dass wohl die Zeit gekommen zu sein scheint. Für mich war es in dieser schweren Zeit essentiell, diese Hilfestellung zu haben, und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich erhielt, sowohl davor als auch danach.“
Andreas Leonhardt-Forberg„Sonja Störmer von Trauer um mein Tier hat eine fast magische Gabe, einen Raum entstehen zu lassen, in dem man sich ihr völlig öffnen kann. Frei von Vorurteilen, Konventionen, fast auch von Schmerz. Gespräche mit ihr sind therapeutischer Art! DANKE!“
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